Krampfaderbehandlung
Mehr als 30 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Krampfadern der Beine. Schweregefühl der Beine, Schwellneigung der Unterschenkel vor allem im Sommer und Erleichterung der Beschwerden bei Hochlagerung der Beine am Abend sind ein Problem.
Krampfadern werden allzu häufig als kosmetische Angelegenheit verkannt. Es ist vielmehr sehr oft eine behandlungsbedürftige medizinisches Diagnose, die auch von den gesetzlichen und privaten Kassen zu Recht bezahlt wird. Abwarten lohnt nicht. Krampfadern verschwinden nie von allein. Unbehandelt führt das Krampfaderleiden über Jahre zu Komplikationen wie Venenentzündungen, Thrombose der tiefen Venen und Unterschenkelgeschwüren.
Neue Methoden der Krampfadertherapie
Die Endovaskuläre Lasertherapie von Varizen
(Krampfadern) ESVL
Dr. Volker Bauer
Hierbei handelt es sich um ein in den letzten Jahren entwickeltes neues Verfahren, bei dem die lange Stammvene, die beim traditionellen Verfahren mittels Metall- oder Plastiksonde herausgezogen wird, im Bein verbleibt und mittels einer Laserfaser geschrumpft bzw. verschlossen wird.( s. Bild ). Hierzu wird am Bein ein kleiner Schnitt bzw. eine Punktion der Haut durchgeführt. Es wird eine sehr dünne Laserfaser in die Stammvene eingebracht und unter Ultraschallkontrolle nach oben bis in die Leiste bzw. die Kniekehle bis kurz vor die Mündung in das tiefe Venensystem vorgeschoben.
Anschließend wird beim langsamem Zurückziehen der Laserfaser
durch die Stammvene die Innenseite der Stammvenenwand
und das Blut in dieser erhitzt.
Dies führt zu einer gezielten Erhitzung der Venenwand in diesem Bereich, was zur Folge hat, dass die Vene soweit schrumpft, dass sie sich letztendlich verschließt.
Vorteile der Endovaskuläre Lasertherapie von Varizen gegenüber
dem herkömmlichen Verfahren (Herausziehen der Vene so genanntes Stripping).
Es werden Blutergüsse im Operationsbereich der Stammvene
vermieden oder zumindest reduziert, da diese nur geschrumpft
wird und vernarbt, jedoch nicht herausgezogen werden muss. Dadurch können Beschwerden nach der Operation vermieden und die Zeit der Arbeitsunfähigkeit verkürzt werden.
Es wird kein Hautschnitt in der Leiste benötigt d.h. es gibt keine sichtbare Narbe in der Leiste und es gibt keinen Wundschmerz nach der Operation. Die Methode kann gut in örtlicher Betäubung durchgeführt werden, sofern erwünscht. Es wird nur die wirklich erkrankte Vene ausgeschaltete und alle anderen Venen z.B. in der Leistenregion werden erhalten.
Nachteile der Endovaskuläre Lasertherapie von Varizen
Thermische Schädigungen der um die Stammvene liegenden
Strukturen, wie z.b. Hautnerven oder Fettgewebe, Haut etc. sind denkbar, treten aber nur selten auf. In sehr seltenen Fällen kann es zu Verbrennungen der Haut kommen.
Gelegentlich gibt es dunkle Hautpigmente im Verlauf der Stammvene.
Ebenfalls selten öffnet sich die einmal geschrumpfte Stammvene nach der Operation wieder und muss in einer weiteren Operation herausgezogen werden.
Auch werden Spätentzündungen an der Vene beobachtet. Einige dieser Risiken kommen auch beim normalen Strippingverfahren
von Varizen vor.
Alle übrigen Risiken entsprechen denen der herkömmlichen Krampfadern-Operation mit Herausziehen der Stammvene (Stripping-Verfahren). Hierüber informieren wir Sie zusätzlich.
Da die Methode erst in den letzten Jahren im größeren Umfang angewandt wird, liegen noch keine Langzeitergebnisse
vor. Die Ergebnisse entsprechen bisher - was die Komplikationsraten und Erfolgsraten angeht - dem traditionellen Verfahren.
| Dr. Bauer |