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Parkklinik am Hainberg, kompetent und menschlich

Ursache von Wirbelsäulenschmerzen

Rückenschmerzen kennt fast jeder aus eigener Erfahrung.

Meist sind diese, wenn auch lästig, so doch harmlos und vergehen von selbst wieder (>95%). Körperliche Bewegung unterstützt diesen Heilungsprozess sehr.

In schlimmeren Fällen können sie aber sehr stark sein, lange anhalten, von Gefühlsstörungen und Muskelschwäche begleitet sein und somit die Lebensqualität und die Arbeitsfähigkeit erheblich einschränken.

 

Rückenschmerzen haben vielfältige Ursachen:

  • Muskuläre Probleme, die auf vielfältige Weise ausgelöst werden können.
  • Degenerativer Verschleiß im Bereich der Wirbelsäule. Wir kennen z. B. die Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Fachbegriff: Spondylarthrose), den Bandscheibenvorfall oder -Vorwölbung (Fachbegriff: Diskusprotlaps, -protrusion) und den „engen Wirbelkanal" (Fachbegriff: Spinalkanalstenose).
  • Osteoporose ("Knochenentkalkung") im Rahmen der Höhenminderung (Wirbelbruch oder Sinterung) eines Wirbelkörpers mit sehr starken Rückenschmerzen.
  • Ein Tumore oder eine Entzündung kann in seltenen Fällen zu einer Zerstörung eines Wirbelkörpers führen mit zum Teil starken Rückenschmerzen.

 

Rückenschmerzen bei degenerativem Verschleiß der Wirbelsäule (Bandscheibenvorfall, Wirbelgelenksathrose, degeneratives Wirbelgleiten, Spinalkanalstenose):


Im Rahmen des natürlichen Verschleißes im Bereich der Wirbelsäule kommt es typischerweise zu altersentsprechenden Veränderungen:

  • Bandscheibenvorfall oder -Vorwölbung ist das erste Degenerationszeichen und kommt im jungen Erwachsenenalter vor.
  • Wirbelgelenksarthrose ist das typische Verschleißphänomen des mittleren Erwachsenenalters.
  • Degeneratives Wirbelgleiten und in der Folge Wirbelkanaleingengung (Stenose) tritt in höherem Lebensalter auf.
Bei all diesen Veränderungen kann es zu einem Bedrängen von Nervenstrukturen mit Schmerzen und zum Teil Gefühlstörungen kommen (Ischiasschmerzen)

 

Beschwerden beim Altersverschleiß der Wirbelsäule

Die Beschwerden bei der Wirbelsäuleneinengung durch z.B. ein Wirbelgleiten werden einerseits durch die Instabilität und andererseits durch die Einengung des Wirbelkanals und der Nervenwurzelausgänge verursacht.

Die Beschwerden bestehen in starken Rückenschmerzen, die bis in die Waden bis zu den Füssen ausstrahlen können. Diese Schmerzen sind besonders stark am Morgen, wenn die Rückenmuskulatur entspannt ist und somit die Instabilität besonders ausgeprägt ist. Sie tritt oft im Sitzen und bei aufrechter Haltung auf. Die Einengung des Wirbelkanals verursacht vorwiegend "Nervenschmerzen", die bis in die Füße ausstrahlen können und unter Belastung zunehmen, so dass der Patient beim Gehen häufig Pausen machen muss.

Ein Gehstock oder das Abstützen auf einem Gehwagen führt zu einer Schmerzreduktion. In schweren Fällen können auch Taubheitsgefühle und Lähmungen in den Beinen vorhanden sein.

In besonders schweren Fällen können Blasenfunktionsstörungen auftreten.

Abhängig vom Schweregrad führen wir konservative oder operative Maßnahmen durch.

 

Das degenerative Wirbelgleiten

Ein Wirbelgleiten ist eine Instabilität der Wirbelsäule. Im höheren Lebensalter kommt es durch den Verschleiß an den Wirbelgelenken zu Deformationen. Die Wirbelverbindungen werden geschwächt und somit der Zusammenhalt der gegeneinander beweglichen Wirbel gestört. Dies tritt meist im am stärksten beanspruchten Lendenwirbel-Segment zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel auf.

Der Organismus versucht den Verlust an Stabilität durch knöchernen Anbau auszugleichen. Dies führt zu Wucherungen in den Wirbelgelenken (Spondylarthrosen) zu Veränderungen in den Wirbelkörpern selbst (Spondylosen). Bei stärkerer Ausprägung kommt es zu einer Verengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose) mit einer Einengung von Nervengewebsstrukturen.

Bei jungen Menschen ist die häufigste Ursache eines Wirbelgleitens eine Spondylolyse, d.h. eine knöcherne Schwäche oder ein Bruch eines bestimmten Wirbelbogenanteils. Diese führt im Gegensatz zu der oben geschilderten Situation, die wir beim älteren Menschen finden,  gewöhnlich nicht zu einer Einengungen des Spinalkanals.

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